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Ein Gedanke ökologischer Resignation

Ich mähe, nachdem mir von meiner Mutter gründlich dargelegt wurde, dass der Rasen zu kürzen ist, eben diesen. Stück für Stück - bis der Grasbehälter voll ist.

Dann gehe ich ohne den Rasenmäher abzustellen ins Haus um meine Mutter zu fragen, ob sie das Gras kompostieren möchte und ich es demzufolge auf einem schon gemähten Stück zum Trocknen verteilen soll, was für den eigentlichen Knackpunkt meiner kleinen Geschichte völlig irrelevant ist. Viel wichtiger hingegen ist die Tatsache, dass ich - als ich zum Rasenmäher zurückkehrte, der immernoch lief - mich fragte, was ich wohl einem kritischen Nachbarn oder einem Freund, der mich ein bischen mit der Tatsache konfrontieren will, dass ich sinnloserweise den Rasenmäher die ganze Zeit während meiner Abwesenheit hab CO2 in die Atmosphäre pusten lassen, entgegnen würde.
Die erste Idee war: "Ich wusste nicht, ob es nicht sinnvoller wäre bei kürzerer Abwesenheit den Motor anzulassen, weil er beim Starten ja mehr Sprit verbraucht."
"Schwachsinn" antwortete ich mir wie von selbst, mit dem Gedanken, dass BMW mit einer Start-Stop-Automatik bis zu 15% im Stadtverkehr spart und natürlich auch mit dem Wissen über die Tatsache, dass man den Motor ja überwiegend mit Muskelkraft zum Laufen bringt.
So über die Tatsache erschüttert, dass ich meine spontane Idee gedanklich an die Wand diskutiert hatte, setzte Resignation ein und die Tatsache, einen solchen Gedankengang gehabt zu haben, hat mich anfangs ein wenig geschockt. Der lautet nämlich wie folgt:
"Ist doch eigentlich egal, wieviel CO2 ich gerade sinnlos verschwende. Früher oder später werden die fossilen Brennstoffe(vor allem Erdöl & -gas) sowieso zu Neige gehen und wenn ich nun mehr verbrauche verkürze ich nur die Zeit, bis die Menschheit sich endlich auf regenerative Energieträger reduziert bzw. konzentriert. OB das nun ein oder zwei Jahre früher stattfindet kann jetzt noch niemand genau vorraussagen und selbst wenn, dann wäre die Verschiebung eher unbedeutend."
Nachdem ich nun über einen möglichen Verriss meines zweiten Gedanken nachdachte fiel mir erst auf, wie pessimistisch ich in die Zukunft blickte. Außerdem war das einzige Kontraargument, das mir auf die Schnelle einfiel auch kein Unbedeutendes, denn es lautete: "Wenn wir fossile Brennstoffe(Erdöl/-gas; Kohle) eher aufgebraucht haben und die Technologie für regenerative Energieerzeugung noch nicht ausgereift ist, bzw. eben diese sinnvolle Art der Energieerzeugung nicht den Bedarf abdeckt, dann wird noch stärker die Energieerzeugung mittels radioaktiver Rohstoffe forciert, sodass das Risiko auf noch mehr Reaktorunfälle und die Masse an Atommüll noch mehr steigt - und es somit in den gegebenenfalls betroffenen Gebieten noch mehr Fehlgeburten gibt."
Versteht mich nicht falsch! Ich bin kurzfristig nicht generell gegen Atomenergie, aber regenerative Energie ist mir natürlich noch deutlich lieber. Schließlich hat Atomenergie ein paar markante Aspekte gegen sich. Die Sicherheit in doppelter Hinsicht. Erstens in Bezug auf die eben genannten Unfälle und natürlich auch als Angriffsziele im Zeitalter des Terrorkriegs. Hinzu kommt, dass in den Gebieten, wo Atomabfälle eingelagert wird(vor allem alte Salzstollen, etc.) die Rate für Fehlgeburten deutlich höher ist und die Dauer bis zum Kompletten Zerfall solches radioaktiven Mülls schier unendlich zu sein scheint(verglichen mit einem Menschenleben), wenn man auf die günstigsten Zerfallreihen schaut.
Naja, mal sehen was uns energiepolitisch noch so erwartet.
15.9.07 22:33
 


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bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Thilo (16.9.07 10:35)
Argumentationslücke:

Sinnloser CO²-Verbrauch mag durchaus den schnelleren Verbrauch von fossilen Brennstoffen fördern. Aber gleichzeitig auch die Erderwärmung, einhergehend mit rasanten Klimaveränderungen und häufigeren Naturkatastrophen. An dieses Szenario würde ich als erstes denken, wenn ich sinnlos den Rasenmäher laufen lasse. Du verschwendest zwar Benzin, aber verpestest gleichzeitig die Umwelt. Kauft euch einen elektrischen Rasenmäher, der verschwendet durch den Strom, der ja auch unter Schadstoffausstoß erzeugt wird, zwar auch fossile Brennstoffe aber die Schadstoffbelastung ist direkt geringer. ;-)


Ralf / Website (16.9.07 17:55)
Ich wollte mit der Geschichte eher darauf zielen, dass die fossilen Brennstoffe so oder so aufgebraucht werden - unabhängig davon , ob ich den Rasenmäher nun laufen lasse.
Dafür macht dann halt eine LKW eine Leerfahrt mehr...

Wie gesagt: Nicht, dass das meine Meinung zu dem Thema wiederspiegelt, aber irgendwie machte es mir ein wenig Angst, dass mir ein solcher Gedankengang kam.


dirndl / Website (20.9.07 19:46)
Hallo,
bin irgendwie zufällig auf deinen blog gestossen...und hab mich a bissi durchgeschmöckert...hm...zum Thema CO2 und deine damit verbundenen Gedanken...muss ich sagen...ich versteh deine Angst nicht...denn wenn jeder für sich Verantwortung trägt, dann ist alles o.k...und alles andere...hat man nicht in der Hand...und deswegen...tu das, was du mit deiner Seele vereinbaren kannst...dann handelst du immer richtig und wenn man "Gutes" tut...trägt sich das auch in die Welt hinaus...auch wenn mans augenscheinlich ja nur für sich getan hat. Und Angst...ist nie gut...
lg/dirndl

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