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Aus dem Leben

Neues aus der Anstalt...

... hat mich mal wieder dermaßen zum Lachen gebracht, dass ich hier noch ein paar der besten Zitate zum Besten geben muss, denn man sprach von "integrationsresistenten Migranten" oder einem "Reim auf Ferkel".

Auch Rilke wurde mit den Worten " 'Armut ist ein großer Glanz von Innen', das ist von Rilke - merken Sie sich's, Sie werden's brauchen" zitiert.

Es laufen hin und wieder Wdh. auf 3Sat, also könnt ihr euch das gerne zu Gemüte führen, wenn es doch mal etwas anderes als Dschungelcamp oder irgendwelche Bohlen-Shows sein soll.
3.2.08 12:10


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Mitgeschnitten

Da werfe ich, während ich das Wochenende einmal in Dresden verbracht habe - trotz des Rufs der Heimat, im WinAmp meine Wiedergabeliste mit eher gediegener Musik an, da durchdringt mich die Textzeile

"The only pain is to feel nothing"

aus dem U2-Song "A Man and a Woman".
20.1.08 11:33


Ein ganz normaler Verrückter ODER bewunderswerte Courage

Nachdem ich mit dem letzten Zug am gestrigen Abend nach Dresden gefahren bin, wo ich nun während des Studiums wohne, lief ich gemütlich und völlig frei von irgendwelchem Zeitdruck oder Stress gemütlich Richtung wohnung und hörte nebenbei - obwohl nebenbei ein wenig untertrieben ist - Musik.
Ich rockte halt ein wenig ab, während ich so lief und tanzte ein bischen vor mich hin vorbei an zwei jungen Frauen - ich schätzte sie auf Mitte Zwanzig - , die am Straßenrand standen und das tun, was Frauen meistens tun, nämlich reden...
Ich bemerkte, dass sie mich ein wenig komisch anschauten, als ich so an ihnen "vorbeitanzte" und mir meinen Weg Richtung WG bahnte. Sie fielen mir genauso kurz auf, wie ich sie wieder vergessen hatte - schließlich hatte ich meine Aufmerksamkeit zum größten Teil auf die Musik, die ich hörte, gerichtet.
Umso verwunderter war ich, als mich plötzlich jemand von hinten auf die linke Schulter tippte. Ich nahm meine Ohrhörer aus den Ohren und drehte mich über die linke Schulter schauend leicht nach links. Es waren die beiden jungen Frauen. Sie fragten, ob bei mir alles in Ordnung sei, ob ich sehr viele Drogen oder zuviel Alkohol konumiert hätte, wobei sie - so sagten sie es mir - letzteres schon ausgeschlossen hattest, ob des sicheren Schrittes, den ich an den Tag legte. Ich lächelte zwar schon, als ich mich umdrehte - ich war halt gut gelaunt - , aber als ich die jungen Damen dies fragen hörte, musste ich doch noch ein wenig mehr schmunzeln. Ich antwortete, dass es mir gut gänge, ich weder illegale Drogen, noch Alkohol konsumiert hatte und ausschließlich aufgrund der Musik so ausgelassen durch die Gegend sprang, während ich meine Musik genoss. Sie antworten so etwas wie: "Das ist völlig in Ordnung. Gute Laune darf man durchaus haben." Lächelten mir zu und machten sich von dannen.

Anfangs fand ich es ein wenig ulkig, später fiel mir auf, dass ich ihnen hätte für dieses große Maß an Hilfsbereitschaft und Courage danken sollen. Sehr ärgerlich , dass ich es nicht tat!

Nach der Begegnung fand ich es fast ein wenig paradox, dass ich als ich an der Wohnung ankam "Chicago" von CLueso im Ohr hatte, ein Lied über eine Suchtkranke.

8.10.07 02:56


Ein Gedanke ökologischer Resignation

Ich mähe, nachdem mir von meiner Mutter gründlich dargelegt wurde, dass der Rasen zu kürzen ist, eben diesen. Stück für Stück - bis der Grasbehälter voll ist.

Dann gehe ich ohne den Rasenmäher abzustellen ins Haus um meine Mutter zu fragen, ob sie das Gras kompostieren möchte und ich es demzufolge auf einem schon gemähten Stück zum Trocknen verteilen soll, was für den eigentlichen Knackpunkt meiner kleinen Geschichte völlig irrelevant ist. Viel wichtiger hingegen ist die Tatsache, dass ich - als ich zum Rasenmäher zurückkehrte, der immernoch lief - mich fragte, was ich wohl einem kritischen Nachbarn oder einem Freund, der mich ein bischen mit der Tatsache konfrontieren will, dass ich sinnloserweise den Rasenmäher die ganze Zeit während meiner Abwesenheit hab CO2 in die Atmosphäre pusten lassen, entgegnen würde.
Die erste Idee war: "Ich wusste nicht, ob es nicht sinnvoller wäre bei kürzerer Abwesenheit den Motor anzulassen, weil er beim Starten ja mehr Sprit verbraucht."
"Schwachsinn" antwortete ich mir wie von selbst, mit dem Gedanken, dass BMW mit einer Start-Stop-Automatik bis zu 15% im Stadtverkehr spart und natürlich auch mit dem Wissen über die Tatsache, dass man den Motor ja überwiegend mit Muskelkraft zum Laufen bringt.
So über die Tatsache erschüttert, dass ich meine spontane Idee gedanklich an die Wand diskutiert hatte, setzte Resignation ein und die Tatsache, einen solchen Gedankengang gehabt zu haben, hat mich anfangs ein wenig geschockt. Der lautet nämlich wie folgt:
"Ist doch eigentlich egal, wieviel CO2 ich gerade sinnlos verschwende. Früher oder später werden die fossilen Brennstoffe(vor allem Erdöl & -gas) sowieso zu Neige gehen und wenn ich nun mehr verbrauche verkürze ich nur die Zeit, bis die Menschheit sich endlich auf regenerative Energieträger reduziert bzw. konzentriert. OB das nun ein oder zwei Jahre früher stattfindet kann jetzt noch niemand genau vorraussagen und selbst wenn, dann wäre die Verschiebung eher unbedeutend."
Nachdem ich nun über einen möglichen Verriss meines zweiten Gedanken nachdachte fiel mir erst auf, wie pessimistisch ich in die Zukunft blickte. Außerdem war das einzige Kontraargument, das mir auf die Schnelle einfiel auch kein Unbedeutendes, denn es lautete: "Wenn wir fossile Brennstoffe(Erdöl/-gas; Kohle) eher aufgebraucht haben und die Technologie für regenerative Energieerzeugung noch nicht ausgereift ist, bzw. eben diese sinnvolle Art der Energieerzeugung nicht den Bedarf abdeckt, dann wird noch stärker die Energieerzeugung mittels radioaktiver Rohstoffe forciert, sodass das Risiko auf noch mehr Reaktorunfälle und die Masse an Atommüll noch mehr steigt - und es somit in den gegebenenfalls betroffenen Gebieten noch mehr Fehlgeburten gibt."
Versteht mich nicht falsch! Ich bin kurzfristig nicht generell gegen Atomenergie, aber regenerative Energie ist mir natürlich noch deutlich lieber. Schließlich hat Atomenergie ein paar markante Aspekte gegen sich. Die Sicherheit in doppelter Hinsicht. Erstens in Bezug auf die eben genannten Unfälle und natürlich auch als Angriffsziele im Zeitalter des Terrorkriegs. Hinzu kommt, dass in den Gebieten, wo Atomabfälle eingelagert wird(vor allem alte Salzstollen, etc.) die Rate für Fehlgeburten deutlich höher ist und die Dauer bis zum Kompletten Zerfall solches radioaktiven Mülls schier unendlich zu sein scheint(verglichen mit einem Menschenleben), wenn man auf die günstigsten Zerfallreihen schaut.
Naja, mal sehen was uns energiepolitisch noch so erwartet.
15.9.07 22:33


Noah war ein Archetyp

Und da war es geschehen. Bodo Wartke kam, sang und siegte!
Das großartige Programm - Noah war ein Archetyp - des Liedermachers und Klavierkabarettisten machte Spaß, erstaunte, und war teilweise melancholisch, aber nie so sehr, dass er die Melancholie nicht wieder durch einen gekonnten Wortwitz oder Reim in eine Atmosphäre der Erheiterung hätte brechen können.
Das Programm, das er gerne auch "Bodo Wartke schreibt Liebeslieder, die wie Frauen heißen" genannt hätte, weil neben den bekannten Titeln "Monika, Claudia und Andrea" noch Judith und Verena dazukamen, hatte aber auch einige schöne Gedichte parat. Neben der Vervollständigung der Ödipus-Sage durch die "Episode 1" waren auch noch viele andere schöne Gedichte, aber natürlich auch Liebeslieder mit von der Partie.
Nach 2h reiner Spielzeit (2,5h abzüglich einer halben Stunde Pause) und 3 Zugaben verabschiedete sich Bodo Wartke unter tosendem Applaus, nachdem er zuvor noch den Besitzern des Kabaretts gedankt hatte(Herr Kules und Herr Keule :-D ), von der Bühne und hinterließ ein begeistertes Publikum.
4.9.07 12:53


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